Kategorie:Grundwissen

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Liebe Freunde des Hanfes!

Jeder, der regelmässig konsumiert, wird irgendwann auf den Gedanken kommen sich sein eigenes Marihuana zu growen. Gründe dafür gibt es zu genüge. Sei es, das gestreckte (gesundheitsschädigende) Weed auf dem Schwarzmarkt, die miese Preispolitik, das Risiko sich in dunklen Gassen bei kleinen Dealereien erwischen zu lassen, oder eben das Interesse an der Pflanze als solche. Nicht nur Kollegen, die aus medizinischen Gründen Cannabis konsumieren, sollten die Möglichkeit nutzen selbst verschiedene Sorten zu züchten, um herauszufinden welche Genetik ihre Bedürfnisse am besten trifft. Auch Hobbygrower dürfen sich über Qualität, Geschmack und Wirkung freuen. In diesem Tutorial, möchten wir dir kurz und knapp erklären wie du in den Genuss kommst, schon bald dein selbst gegrowtes Indoor-Cannabis in Händen zu halten.


Als erstes brauchst du eine Growbox!

Um Geruchsbelästigungen und Störlicht zu vermeiden, ist eine abgetrennte Box mit eigenem Mikroklima für den Indoor Hanf Anbau zwingend notwendig. Wenn es dein Budget zulässt, kannst du dir eine fertige Homebox im Growshop deines Vertrauens kaufen. So eine Box ist schnell aufgebaut und muss nur noch mit Equipment ausgestattet werden. Ist der Grow zu Ende, kannst du die Box wieder abbauen und platzsparend verstauen.

Homebox.jpg

Wenn du weniger Geld zur Verfügung, und keine 2 linken Hände hast, dann kannst du dir auch selbst eine Growbox bauen. Anleitungen dazu findest du bei uns im Forum zur genüge. Von innen solltest du deine Box noch gegen Feuchtigkeit behandeln und mit Schwarz-Weiß Folie auskleiden, oder alternativ mit mattweißer Farbe streichen! Hilfe zum Bauen und Einrichten findest du im Forenbereich "Growtechnik".

Dann brauchst du eine Lampe!

In der Wachstumsphase reicht es, wenn du Leuchtstoffröhren oder eine Energiesparlampe mit dem passenden Spektrum einsetzt. Beste Ergebnisse garantieren dir unsere NGB-LED Vegipanele. Du sparst Strom, und deine Pflanzen lieben sie. Für eine Box mit der Grundfläche von 1m² kannst du dir für die Blütephase eine 400W NDL kaufen. Wenn die Grundfläche kleiner ist, reicht auch eine 250W NDL. Du kannst auch eine andere Lampe nutzen, z.B. eine ESL mit Blütespektrum. Damit deine Pflanzen optimal ausgeleuchtet werden, benötigst du einen passenden Reflektor. Mehr Informationen dazu findest du im Forenbereich "Alles rund ums Licht".

Reflektor VSG Lampe.JPG

Frische Luft darf nicht fehlen!

Damit immer genug frische Luft in deiner Box ist, und sich die Wärme nicht staut brauchst du ein Abluftsystem. Dazu gehört ein Lüfter der die Luft aus deiner Box hinaus befördert und ein Aktivkohlefilter der den Cannabisgeruch filert. Indoor Anbau OHNE AKF ist ein absolutes NO-GO, und Geruch noch immer DER Hauptgrund, warum die Leute gebustet werden! Die Leistung des Abluftsystems sollte entsprechend deiner Lampe ausgesucht werden. Zusätzlich nicht fehlen darf ein Umluft- bzw Schwenkventi, den du gegen eine Boxwand blasen lässt, und der dafür sorgt, dass deine Pflanzen stets einer leichten Brise/Zirkulation ausgesetzt sind. Details dazu kannst du nach deiner Registrierung hier nachlesen.

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Als Faustregel für Boxen unter 5m³ Volumen, rechne 1w Licht = 1m³/h Förderleistung des Lüfters. Also bei 400w Licht eine Abluftanlage die es schafft 400m³/h zu fördern! Das klingt zwar etwas disproportioniert, doch so hast du die Möglichkeit, den Lüfter je nach Temperatur und RLF in deiner Box mit einem Stufentrafo oder einem Dimmer optimal zu regeln.

Als nächstes benötigst du Erde und die passenden Töpfe!

Gute Erde bekommst du im Growshop oder im Baumarkt Gartencenter. Für den Start deiner Samen und alle Jungpflanzen empfehlen wir dir Anzucht-/Aussaaterde bzw "Light Mix". Für Keimlinge sind Jiffy Torfquelltabletten oder auch sogenannte Eazy Plugs sehr praktisch. Eine weitere Möglichkeit ist, die Samen ohne das Vorkeimen direkt in Aussaaterde zu geben. Wir empfehlen dir als Einsteiger jedoch die oben beschriebene Methode.

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Töpfe bekommst du auch im Growshop. Du hast die Wahl zwischen Dutzenden verschiedenen Größen und Variationen. Die Auswahl reicht von kleinen Runden Töpfen über viereckige Tekus bis zu Airpots und Smartpots. Wie groß die Töpfe sein sollten, kommt ganz auf die maximale Endgröße deiner Pflanzen und die Art des Topfes an. Oft stehen Pflanzen in der Blütephase in 11L Teku Töpfen oder equivalent in 6L Airpots. Natürlich gibt es neben dem Klassiker "Erde" auch noch andere Medien, die du zum Cannabisanbau verwenden kannst. Mehr dazu und auch über die verschiedenen Varianten der hydro-bzw aeroponischen Zucht findest du (inklusive Anleitungen) in unserem Forum!


Samen

So - und damit es dann endlich los gehen kann, brauchst du noch Samen oder Stecklinge. Wenn du in Österreich wohnst, kannst du Stecklinge ganz legal bestellen und kaufen. Wir empfehlen dir floweryfield.com - dort findest du eine große, qualitativ hochwertige Auswahl an gesunden Hanfpflanzen. In Deutschland bist du ohne gute Freunde darauf angewiesen, dir Samen zu bestellen. Wir haben diverse Breeder und auch Samenbanken als NGB Partner an Board, die wir unseren Usern für einen sicheren Bestellablauf und makelloses Saatgut uneingeschränkt weiterempfehlen. Ok! Soweit so gut! Deine Box steht, deine Seeds sind am Start und deine Jiffys, Erde und Töpfe sind auch da! Legen wir los!

Die Keimung

Nimm dir 2 Untertassen und lege eine davon mit Toilettenpapier aus. Feuchte das Toilettenpapier an und lege deine Samen darauf. Lege eine weitere Lage Toilettenpapier oben drüber, feuchte diese erneut an und lege dann die zweite Untertasse oben drauf. Dieses "Ufo" stellt du jetzt an einen warmen Ort, zB in die Nähe eines Heizkörpers. Die Samen sollten es schön warm haben, jedoch nicht zu heiß! Achte darauf, dass du sie immer feucht hältst. In ca. 4 Tagen sollten deine Samen keimen! Es kann auch früher dazukommen. Also kontrolliere das ganze 2-3 mal pro Tag.

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Die Keimlinge müssen nun in die Jiffys. Die Jiffys legst du zunächst in ein lauwarmes Wasserbad. Wenn sie vollständig aufgequollen sind, drückst du sie wie einen Schwamm aus damit sie nicht zu nass sind.

Wenn die kleine Wurzel erst 1-3mm aus dem Samen heraus guckt sollten die Samen mit der Wurzelspitze nach oben in den Jiffy gesetzt werden. Ist die Wurzel bereits 5mm bis 10mm und beginnt sich zu kringeln, sollte die Wurzel nach unten zeigen. Der Samen sollte ca. 1 cm tief eingesetzt werden und leicht bedeckt werden.

Die Anzucht

Die eingepflanzten Samen sollten ab jetzt bestenfalls in einem Minigewächshaus mit 80% RLF stehen. Falls du kein MGH besitzt, kannst du einen der Töpfe benutzen. Stell die Jiffys in den leeren Topf und spanne etwas Frischhaltefolie über die Öffnung. Alternativ dazu kannst du auch PET Flaschen halbieren und über die Jiffys stellen. Die Lampe sollte von nun an die kleinen beleuchten damit sie direkt Licht bekommen wenn sie ihre Köpfe aus der Erde strecken. Das Licht sollte 18 Stunden an und 6 Stunden aus sein! Eine Zeitschaltuhr ist dringend zu empfehlen. Die Temperatur im MGH sollte 24-27°C betragen. Steigt die RLF unter der Haube mehr als 80% musst du das MGH lüften, oder einen Spalt offen lassen, damit die Luft einwenig zirkulieren kann und dir die kleinen nicht verfaulen.

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Die kommenden Tage wirst du Geduld haben müssen. Die Pflanze bildet zunächst Wurzeln und wächst nur langsam. Nach ein paar Tagen wird die erste Wurzelspitze den Jiffy durchbohren. Wenn die Jiffys mehrfach durchwurzelt sind, kannst du die Pflanzen in ihre ersten "richtigen Töpfe" mit Anzuchterde einsetzen.

Die Wachstumsphase

Wenn deine Pflanze die ersten Blattpaare gebildet hat kannst du den MGH Deckel runter nehmen. Damit sind nicht die Keimblätter (rund) gemeint, sondern es sollten die ersten 1-Finger-Blätter vorhanden sein (gezackt).

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Bis die Pflanzen in die Blüte geschickt werden kannst du nun mit einem Wurzelkomplex, Enzymen und Vitaminen das Gießwasser aufwerten.

Achte nun darauf, dass die Pflanzen zwischen 50% und 70% RLF bekommen. Die Temperatur sollte zwischen 24°C und 27°C in der Lichtphase bleiben und 19°C bis 22° in der Dunkelphase. Optimale Nährstoffversorgung und perfektes Klima in allen Lebenszyklen sind qualitätsentscheidend beim Indoor-Anbau!

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Die Blütephase

Wenn deine Pflanzen eine Größe von 40cm erreicht haben, kannst du das Licht auf Blütezeit umstellen. Je nach Höhe deiner Box kannst du auch früher oder später die Blüte einleiten. Den Wurzelkomplex kannst du nun absetzen. Enzyme und Vitamine dürfen weiterhin dazu gegossen werden.

Die Lampe sollte nun ein Spektrum mit höherem Rotanteil enthalten. Die NDL bieten dir ein sehr gutes Sprektrum für die Blüte. Die Zeitschaltuhr muss auf 12 Stunden an und 12 Stunden aus umgestellt werden. Die Temperatur sollte weiterhin zwischen 24°C und 27°C liegen. Die RLF sollte nun Woche für Woche sinken. 40-50% RLF sind in der Blütezeit ok.

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Nach rund 1 Woche in der Blüte sollte die Erde nicht mehr genug Nährstoffe liefern und du musst damit beginnen die Pflanzen zu düngen. Dazu solltest du einen Blüte Dünger verwenden. Wichtige Infos dazu findest du im Forenbereich "Wasser, Dünger, Stimulatoren und Zusätze".

Das Spülen

Etwa 14 Tage vor der Ernte solltest du das Düngen einstellen und nur noch mit Wasser gießen.

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Das verhindert Einlagerungen von Düngerückständen in deinen Pflanzen und deiner Ernte. Machst du das nicht, wird dein Weed später nicht gut schmecken.

Woher du weißt, dass es nur noch 14 Tage sind? Das ist sortenabhängig - bei den meisten Strains kannst du das ungefähre Erntefenster in der Seedfinder Datenbank nachlesen. Dort steht, wieviele Blütetage der Breeder für die jeweilige Sorte empfiehlt. Die Blütetage beginnen mit dem ersten Tag unter 12 Stunden Licht. Vergiss nicht deine Zeitschaltuhr entsprechend (12/12) umzustellen!

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Wann deine Pflanzen tatsächlich erntereif sind, erkennst du an der Färbung der Trichome (und nicht an der Farbe der Härchen). Als Trichome bezeichnet man die unter anderem kugelförmigen Harzköpfchen an den Blättern direkt in der Blüte. Besorg dir ein Taschenmicroskop mit 80-100 facher Vergrößerung, das bekommst du schon für weniger als 10€. Es hilft dir den perfekten Erntezeitpunkt festzuelegen.

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Sie sind entweder klar, milchig, oder bernsteinfarben eingefärbt. Wie das alles genau aussehen sollte, und auch wie du mit dem Erntezeitpunkt die Wirkung, also das "High" deines Cannabis mitbestimmen kannst, findest du in unserem Forenbereich "Ernte und Verarbeitung".

Die Ernte

Gratuliere du hast es fast geschafft! Schneide die Triebe an denen die Blüten wachsen ab. Entferne erst alle großen Blätter und maniküre danach die einzelnen Buds, bis auch die kleineren Blätter alle weg sind. Genieße die Show!

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Das Trocknen und die Weiterveredelung

Jetzt musst du das lang ersehnte Gut nur noch trocknen. Dieser Prozess verleiht deinem Cannabis den letzten Schliff. Wichtig ist, auch hier noch für eine gute Abluft und Umluft-Zirkulation zu sorgen, damit deine Blüten nicht vom Schimmel befallen werden. Je langsamer das Trocknen vor sich geht, desto milder und weniger "kratzig" wird der Geschmack sein. Echte Connoisseure fermentieren ihre Ernte mehrere Wochen lang. Wie das alles genau funktioniert, kannst du in den eigens dazu erstellten Tutorials nachlesen.

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Das Team von https://www.Newgrowbook.com wünscht dir bei deinem ersten Grow viel Erfolg! Wenn du Fragen hast, steht dir unsere Community gerne zur Seite.

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